“Wir haben uns für die Familie geopfert.”

Tag 7, 03. Juni Projektreise mit caritas international nach Marokko

Am Freitag treffen wir Jackson, selbst Migrant aus Kamerun, in der alten Königsstadt Meknes, ca. 1,5 bis 2 Autostunden von Rabat entfernt, landeinwärts gelegen.
Mit seiner Unterstützung als Ehrenamtlicher baut die Caritas Rabat ein Projekt für neuankommende Migranten auf und versucht ein Netzwerk mit anderen Initiativen und staatlichen Stellen zu knüpfen. Die Arbeit soll nach drei Jahren auch ohne Caritas-Unterstützung weiterlaufen können.
Bevor wir auf das Projekt zu sprechen kommen, erzählt Jackson seine Geschichte, die uns fast den Atem raubt. Das, was wir aus den Medien kennen, rückt auf einmal ganz nah und berührt uns tief.

Der jetzt 28-jährige hatte sich vor drei Jahren entschlossen, Kamerun und seine Familie zu verlassen. Dort gab es keine Arbeitsmöglichkeiten für ihn, keine Chance, seine Familie zu ernähren, sein drittes Kind war gerade geboren. Seine Familie habe keine Beziehungen zur Regierung und in dem korrupten Staat daher keine Perspektiven.
Über den Weg durch Algerien erreichte er nach Monaten schließlich Marokko. “Ich wollte nach Europa, um ein besseres Leben zu haben und Geld nach Hause zu schicken. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich versucht habe, die Hochsicherheitszäune im Norden an den Grenzen zu den spanischen Enklaven zu überwinden.” Immer wieder scheiterte er und zog sich Verletzungen zu, er zeigt uns seine Narben an den Händen. Die Migranten werden oft mit Steinen beworfen, wenn sie die 7m-hohen Zäune hochklettern und ziehen sich schwere Brüche beim Herunterfallen zu. Haben sie es geschafft, kommt es vor, dass sie direkt von den Spaniern wieder abgeschoben werden, obwohl das ein Verstoß gegen europäisches Recht ist. Jackson musste selbst diese Erfahrung machen.
“Für Menschen, die nichts haben und deren Leid so groß ist, reicht kein Stacheldrahtzaun, um sie vom Plan, Europa zu erreichen, abzuhalten.”
Viele Migranten leben in Wäldern im Norden nahe der Grenzzäune unter elenden Bedingungen und versuchen es immer wieder. So ging es auch Jackson. Nahrungsmittel suchen sie in den Mülltonnen der Reichen.
Nach 1,5 Jahren entschied er sich, so nicht mehr weiter zu machen und das Leben in Marokko zu akzeptieren und sich zu integrieren. Schwer verletzt nach seinem letzten Versuch nahm ihn die katholische Kirche in Meknes auf. “Hier hatte ich das Gefühl der Sicherheit. Ich bin Mitglied der Kirche und glaube an Gott, also stelle ich meine Dienste der Kirche zur Verfügung und habe angefangen, die Schwerkranken aus den Wäldern hierher zu holen.”
Zu einer Konferenz der Caritas Rabat, bei der es um die Bedürfnisse der Migranten ging, wurde Jackson eingeladen. “Dort waren nur Menschen, die sich im Studium mit Migranten beschäftigt hatten. Ihre Ideen waren gut, aber nicht gut genug für das, was Migranten brauchen. Diözesancaritasdirektor Edouard Danjoy und Chloe, die Leiter des Migrationszentrums hörten mir aufmerksam zu.” Edouard ist dann nach Meknes gekommen und hat sich die Arbeit in der Kirche mit Migranten angesehen.
“Weil ich dieselben Erfahrungen habe, fassen die Migranten zu mir Vertrauen. Sonst ist es nur Phantasie, was sie erzählen.” sagt Jackson.
Die Caritas Rabat baut jetzt in Meknes ein Migrations-Zentrum auf, das Jackson ehrenamtlich leitet. Er lebt im Pfarrhaus, von der Caritas erhält eine Aufwandsentschädigung, von der er, obwohl es wenig ist, die Hälfte spart und seiner Familie nach Hause schickt. Gerne würde er auch in Zukunft irgendwann wieder nach Kamerun zurückkehren, aber sein Vater sagt ihm am Telefon: “Wir brauchen Dich da, wo Du bist. Wir sind auf Deine Hilfe angewiesen.” Wie Jackson opfern sich viele der Migranten für ihre Familien in der Heimat.
Der Aufbau des Migrationszentrums seit Anfang des Jahres war nicht leicht. Kontakte zu Initiativen der marokkanischen Zivilgesellschaft sollen noch geknüpft werden, der Kontakt zum Gesundheitszentrum ist inzwischen sehr gut. Und die Menschen mussten erst einmal Vertrauen fassen, bevor sie zur Beratung kamen.
Aufgaben des Zentrums sind Beratung der Migranten, Nothilfe für Neuankömmlinge, Begleitung zu Gesundheitszentren und Suche nach Wohnraum. Die finanziellen Möglichkeiten für die Hilfe sind beschränkt, daher kann nur denen geholfen werden, die es am Nötigsten brauchen. “Die familiäre Atmosphäre hier hilft den Menschen. Viele haben nicht nur gesundheitliche Probleme, sondern auch seelische, sind schwer traumatisiert. Wir brauchen auch noch weitere Menschen, die helfen, Migranten ins Krankenhaus begleiten, Medikamente besorgen.”
Inzwischen kommen auch die ersten syrischen Flüchtlingsfamilien, ein marokkanischer Mitarbeiter unterstützt ehrenamtlich und hilft bei den Übersetzungen aus dem Arabischen.
Jackson kümmert sich besonders auch um die unbegleiteten Minderjährigen. Es gibt inzwischen eine Fußballmannschaft von Migranten und Schülern einer katholischen Schule. Die meist wohlhabenden Eltern der Schüler spenden regelmäßig Lebensmittelpakete.
Jackson hat eine positive Einstellung dem Leben in Marokko gegenüber eingenommen und hofft, dass er damit auch andere Migranten motivieren kann, sich in Marokko eine Perspektive aufzubauen und sich anzupassen.

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Jackson, 2.v.l., selbst Migrant, leitet das neue Migrations-Zentrum in Meknes.

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Mit wenigen Mitteln wurde ein Beratungszimmer eingerichtet, in dem sich die Migranten wohlfühlen können.

Gebt uns Arbeit

Tag 5, 02. Juni Nachmittag, Projektreise mit caritas international nach Marokko

“Gebt uns Arbeit, dann müssen wir nicht nach Europa! Am liebsten bleiben wir hier in Marokko oder gehen auch zurück in unser Heimatland, wenn es Arbeit für uns geben würde.”
Das erzählten uns Migranten-Familien, die wir zusammen mit der Migranten-Selbsthilfeorganisation APIMA am Nachmittag besucht haben.
Nach mittlerweile acht Jahren in der Migration in Marokko ist der Familienvater resigniert: “Für mich sehe ich keine Chance mehr, aber meine Tochter soll eine Zukunft haben.”
Francine, 10 Jahre, besucht einen Schulvorbereitungskurs der Caritas. Hier lernt sie die Grundlagen, um dann in die Regelschule zu wechseln.
Vor zwei Jahren wurden die Migranten aufgefordert, sich zu legalisieren. 92 % haben ein Aufenthaltsrecht bekommen. Damit ist auch das Recht auf Bildung und Schulbesuch geregelt. Die Familie sagt immer wieder, wie dankbar sie dem König ist, endlich einen legalen Status zu haben. Vorher hatten sie bei jedem Klopfen an der Tür Angst, die Polizei stände davor.

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“Das Fundament der Kirche ist die Caritas.”

Tag 6, 2. Juni, Projektreise mit caritas international nach Marokko, Besuch der Gemeindecaritas in Casablanca

Daniel Nourissat, Generalvikar und Pfarrer der Kirche Notre Dame in Casablanca, sagt, ohne die Caritas sei die Kirche nichts. Dazu passt, dass sich die Räume der Gemeindecaritas mit Kleiderkammer und Beratungsbüro genau unter dem Altarraum befinden. “Kirche in Marokko hat keinen Sinn, wenn sie nicht die Nächstenliebe gegenüber den Migranten lebt. Nächstenliebe hat keine Grenzen und keine Farbe.”
Zweimal in der Woche geben Ehrenamtliche, darunter Marokkaner, afrikanische Migranten und Europäer, Medikamente auf Rezept und Sachmittel für umgerechnet 3300 € an Bedürftige aus. Rund die Hälfte fließt an Gebühren wieder zurück von denen, die es sich leisten können. Finanziert wird die Arbeit über Versteigerungen, Kollekten, Spenden. Daniel Nourissat betont, es gebe keine finanzielle Unterstützung von Caritas Rabat oder Caritas Deutschland für ihre Arbeit. Die Gemeindecaritas ist in engem fachlichen Austausch mit den Caritas-Migrationszentren in Rabat, Casablanca und Tanger, denn überwiegend kommen die Migranten aus Schwarzafrika zu ihnen.

Zum Team gehört auch Arnaud de Laportaliere, ein pensionierter Diakon aus Frankreich, der zweimal wöchentlich Migranten in verschiedenen Gefängnissen Casablancas besucht. Im größten Gefängnis leben 9000 Gefangene. Der Gefängnisdirektor ist froh über die Besuche des Seelsorgers, er habe positiven Einfluss auf die Stimmung im Gefängnis. Die Schilderungen Arnauds hinterlassen bei uns den Eindruck: Wer hier einmal mit dem Gesetz in Konflikt kommt, hat verloren. 80 % sitzen hier wegen Drogendelikten ein. “An dem Tag, an dem die Europäer keine Drogen mehr nehmen, sind die Gefängnisse hier leer.”

Wir fragen nach den jungen Marokkanern, die nach Europa kommen. Was tut Marokko, um sie im Land zu halten? “Marokko ist ein Entwicklungsland, das Land strengt sich sehr an, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Wir machen, was wir können.” Internationale Unternehmen siedeln sich an. Die Textilindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig geworden. “Marokko ist eine einzige Baustelle.” 50% der marokkanischen Bevölkerung ist unter 20 Jahre alt. Hier könnte jeden Tag eine neue Schule gebaut werden und in Deutschland schließen die Schulen. Mittlerweile wird hier in Bildung und Infrastruktur investiert. Die Erfolge werden sich erst mit den Jahren zeigen, einige Fortschritte sind aber bereits jetzt sichtbar.

Am Nachmittag besucht ein Teil unserer Gruppe die große Moschee in Casablanca, sie ist die drittgrößte Moschee der Welt und wurde in ihrer unglaublichen Pracht und kunstvoller Ausstattung in nur sechs Jahren gebaut. Das ist in Deutschland unvorstellbar, man denke nur an die Baustelle der Oper in Köln, die Elbphilharmonie in Hamburg oder den Flughafen Berlin-Tegel.
Auf der Rückfahrt nach Rabat halten wir noch kurz an einem Strand. Nach den intensiven und oft auch bedrückenden und bewegenden Begegnungen und Gesprächen freuen wir uns über ein erfrischendes Bad im Atlantik.

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v.l.: Touria, ehrenamtliche marokkanische Mitarbeiterin in der Gemeindecaritas, Generalvikar Daniel Nourissat

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Die große Moschee in Casablanca wurde 1993 fertig gestellt.

“Unsere Arbeit ist ähnlich, aber die Rahmenbedingungen sind völlig andere.”

rege Diskussion mit KollegInnen der Flüchtlingsarbeit in Rabat

rege Diskussion mit KollegInnen der Migrationsarbeit in Rabat

Tag 5, 01. Juni, Projektreise mit caritas international nach Marokko

Wie arbeiten die Caritas-KollegInnen in Rabat ganz konkret mit den überwiegend aus afrikanischen Ländern stammenden Migranten im Caritas-Migrationszentrum? In kleinen Gruppen haben wir heute mit den KollegInnen im Migrationzentrum einige Schwerpunktthemen wie die Arbeit mit traumatisierten Menschen, mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und das Thema Gesundheitsfürsorge besonders vertieft.

Es wurde ein lebendiger und spannender fachlicher Austausch, die KollegInnen wollten auch sehr genau wissen, wie die Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen in Deutschland abläuft. Das Zentrum gibt es seit 10 Jahren, 30 Mitarbeitende, darunter auch Ehrenamtliche, engagieren sich in der Sozialberatung, psychologischer Begleitung, Gesundheitsfragen und Bildung. Für besondes Schutzbedürftige wie ledige Mütter oder schwangere Frauen, die unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge und Kranke unterhält das Zentrum Notunterkünfte. In besonders prekären Fällen gibt die Caritas eine kleine finanzielle Starthilfe.

beim gemeinsamen Couscous-Essen geht der Austausch weiter

beim gemeinsamen Couscous-Essen geht der Austausch weiter

Die Anforderungen in der Arbeit mit sind sehr ähnlich, aber die Rahmenbedingungen unterscheiden sich völlig. Die Caritas in Marokko erhält keine geregelte staatliche Finanzierung. Bei uns werden dagegen nach dem Prinzip der Subsidiarität gesellschaftliche Aufgaben an die Wohlfahrtsverbände übertragen, für die der Staat Geld gibt. Die Migranten bekommen in Marokko keine finanzielle Unterstützung vom Staat. Sie müssen sich irgendwie durchschlagen.

Mich hat sehr beeindruckt, mit welcher Kreativität und Engagement die KollegInnen unter diesen schwierigen Bedingungen arbeiten. Mitreißend, wie ein junges Team von Fachleuten aus vielen unterschiedlichen Ländern hier immer wieder neue Ideen entwickelt, sich nicht durch die begrenzten Möglichkeiten entmutigen lässt und auch mit kleinen Projekten den Einzelnen im Blick hat und ihm Perspektiven aufzeigt.

Nach den Workshops in Kleingruppen setzte sich der spannende Austausch beim gemeinsamen Couscous-Essen fort.

 

Kardinal Woelki zum Tod von Rupert Neudeck

„Menschenwürde praktisch anschaulich gemacht“ – Glaubenszeugnis

Kardinal Woelki in PEK aktuell, Pressedienst des Erzbistums Köln:
Köln. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat zum Tod von Cap-Anamur-Gründer und Flüchtlingshelfer Rupert Neudeck kondoliert:
„Gott hat Rupert Neudeck zu sich gerufen, nach menschlichem Ermessen viel zu früh. Die Nachricht von seinem Tod macht mich sehr betroffen. Als Kind hat er Flucht selbst erlebt und als unermüdlicher Helfer in den Kriegsgebieten der Erde die Not der Flüchtlinge geteilt. Sein Einsatz galt den Verlassenen und Verlierern in den Krisenregionen dieser Welt.
Ich habe zuletzt bei dem Gedenkgottesdienst „23.000 Glockenschläge“ im Juni 2015 auf dem Roncalliplatz in Köln für die Mittelmeerflüchtlinge mit ihm zusammengearbeitet und seinen unbeirrbaren, geradezu sturen Willen zu tatkräftiger Hilfe für Menschen in Not immer bewundert.
Der Not und der Zerstörung im Gefolge von Krieg und Gewalt setzte er Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Zukunftshoffnung entgegen. Sein aus dem Glauben gespeistes beharrliches Engagement hat den Begriff Menschenwürde praktisch und anschaulich werden lassen. Für dieses Glaubens- und Lebenszeugnis bin ich ihm sehr dankbar.
In Gedanken und Gebeten bin ich bei seiner Frau, seiner Familie, seinen Angehörigen und den zahlreichen Freunden. Im Glauben dürfen wir vertrauen, dass er bei Gott seine Vollendung findet.“

Der Traum von einem besseren Leben in Marokko -Selbsthilfeorganisationen von Migranten aus Afrika

Tag 4, 31. Mai in Marokko, Teil 2
Am Nachmittag treffen wir VertreterInnen von Migrantenorganisationen zum Austausch. Auf dem Weg in ein besseres Leben in Europa sind sie in Marokko gestrandet, weil Europas Grenzen dicht sind. Oft sind sie bis zu sieben Jahre unterwegs, bis sie Marokko erreichen. Auch nach Jahren ist der Wunsch in ihnen eingebrannt, irgendwann doch noch das Meer zu überqueren und Europa zu erreichen.
Der Präsident der Migrantenorganisation APIMA, Blaise Masemba Mpembele berichtet von einem Mann, der seit 16 Jahre immer noch hofft, sein Ziel Europa zu erreichen. Sein ganzes Leben ist auf dieses Ziel hin ausgerichtet. Aber nur 10% kommen in Europa an, 90% der Migranten verbleiben in Marokko. APIMA möchte die Kompetenzen dieser Menschen fördern und sie davon abhalten, ihr Leben in der Wartezeit zu verschwenden. Ziel ihrer Organisation ist die Integration der Migranten in die marokkanische Gesellschaft. Dazu gehört auch, sie fortzubilden und eine Brücke zu marokkanischen Firmen zu bauen, die bereit sind, MigrantInnen aus Schwarzafrika einzustellen. Sie wollen die Menschen überzeugen, dass sie in Marokko ein menschenwürdiges Leben führen können.

Ihre zweite wichtige Aufgabe ist die Unterstützung der schwarzafrikanischen Gefangenen in den marokkanischen Gefängnissen. Mit Hilfe der Caritas Marokko verteilen sie Decken, Hygieneartikel und vieles mehr an die Gefangenen. Sie unterstützen diese stellvertretend für ihre Familien, die weit weg sind.
Ousmane Ba, Président der Vereinigung der Subsahara-Migranten in Marokko beschreibt die Aktivitäten seiner Organisation, die von caritas international unterstützt werden:
1. Vernetzung der vielen kleinen Migranten-Vereine
2. Betreuung der Migranten bei ihrer Integration in Marokko
3. Programme gegen den Rassismus und Begegnungsprojekte für Jugendliche aus Marokko und Subsahara-Afrika
4. Unterbringungsmöglichkeiten für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge, schwangere Frauen und psychisch labile Menschen.
Jetzt im Sommer werden mehr Migranten in Marokko erwartet, Menschen, die teilweise mit schwersten Verletzungen kommen, weil sie an den hohen Zäunen Europas gescheitert sind. Ousmane Ba appelliert, dass dringend mehr Notunterkünfte für sie gebraucht werden: “Sie sterben in unseren Händen, weil wir keine Bleibe für sie haben.”
Ein weiterer Vertreter der Subsahara-Organisation erinnert an die Libyen-Krise, als 1 Million Subsahara-Migranten nach Europa fliehen wollten und in Malta und Italien gescheitert sind: “Die Welt will uns nicht. Wie kann es sein, dass arabische Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen und wir abgelehnt werden. Was tun katholische Kirche und Caritas gegen diese Diskriminierung?” konfrontiert er uns mit einer Frage, die ihm sehr auf der Seele brennt. Wir erklären ihm das komplizierte Asylrecht in Deutschland, auf dessen Grundlage viele Asylanträge ablehnt werden. Auch aus unserer Sicht ist es ein Skandal, die Subsahara-Migranten nicht nach Europa zu lassen. Er hofft, die Begegnungen und der Austausch würden zahlreicher: “Dann fühlen wir uns hier nicht so allein gelassen.”
Zum Schluss danken die Vertreter der Migrantenorganisationen noch für die große Unterstützung ihrer Arbeit durch die Caritas. Christine Decker stellt weitere Hilfe von caritas international in Aussicht und berichtet von der mündlichen Zusage des zuständigen Bundesministeriums, arbeitende Migranten in Marokko substanziell zu finanzieren.

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“Ich bin behindert, ich werde arm leben.”

Tag 4 der Projektreise mit caritas international nach Marokko, 31. Mai, Teil 1, Blogbeitrag von Marianne Jürgens und Guido Geiss

Vor rund 10 Jahren war die Situation für Menschen mit Behinderung in Marokko noch hoffnungslos. es gab keinerlei Förderung. Es ist Initiativen betroffener Eltern zu verdanken, dass es jetzt Förderzentren gibt, Schulbesuche in Regelschulen möglich sind und Jugendliche mit Behinderung beruflich qualifiziert werden.
Heute haben wir das Förderzentrum der “Vereinigung der Zukunft” besucht. Gegründet wurde es 2006 von Fatima Serhane, sie ist selbst Mutter eines Sohnes mit geistiger Behinderung. Als sie ihn in einer Regelschule anmelden wollte, stieß sie überall auf Ablehnung, selbst Privatschulen sagten ihr: Ein behindertes Kind ist unzumutbar, wir sind nur für die Normalen da.

So hat sie die Sache selbst in die Hand genommen und mit einer integrierten Schulklasse begonnen. Im Laufe der Jahre kamen weitere dazu, außerdem Förderangebote wie Physiotherapie, psychologische Unterstützung, Kreativworkshops und Qualifizierung in Massage, Friseurhandwerk, Hauswirtschaft, Schreinerei und vielem mehr. Mittlerweile hat die charismatische 56-jährige viele Auszeichnungen erhalten und Unterstützung von vielen Seiten.
Sie hatte selbst eines der katholischen Gymnasien besucht, von denen der Bischof uns am Tag vorher berichtet hatte. Daher lag es für sie nahe, sich mit ihrem Anliegen an die Caritas zu wenden. Die Caritas in Marokko hilft im Rahmen ihres Programms des zivilgesellschaftlichen Engagements und finanziert u.a. die gesamte Ausstattung des Zentrums: “Ohne Caritas wäre es nicht möglich.” 120 Kinder besuchen ihr Förderzentrum inzwischen.
Heute gibt es überall in Marokko solche Zentren, den Bau finanziert die Stiftung König Mohammed V., die laufenden Kosten werden aber nicht gedeckt.
Viele Kinder mit Behinderung stammen aus armen Familien und diejenigen, die reich sind, werden durch die Fördermaßnahmen, die sie meist selbst bezahlen müssen, mit der Zeit arm.
Aber es tut sich etwas, eine entsprechende gesetzliche Regelung ist im Entwurfsstadium.
Die gesellschaftliche Akzeptanz hinkt allerdings noch weit hinterher.
Fatima Serhane berichtet von Diskriminierung. Noch gibt es keine Perspektive, dass die Jugendlichen mit dem, was sie im Zentrum lernen, Geld verdienen können. Die Marokkaner haben zum Beispiel Angst, das Essen sei vergiftet. Die von ihnen hergestellten Produkte lassen sich nicht verkaufen.
In ländlichen Gebieten ist es noch schlimmer. “Also werde ich mich auch dort engagieren”, sagt sie. “Und wir verstecken uns nicht, im September habe ich mit unseren Schülern ein großes Fest auf einem öffentlichen Platz geplant, damit alle sehen, was sie können.”
Es ist also noch ein langer Weg bis zur Inklusion in Marokko, aber die ersten bedeutenden Schritte sind getan.

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Fatima Serhane gründete ein Förderzentrum für Kinder mit geistiger Behinderung.

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In der Schreinerwerkstatt

Gehörlos in Marokko
Ein anderer Teil der Gruppe besuchte heute eine Schule für gehörlose Kinder und Jugendliche eines zivilrechtlich organisierten Vereins, der von Caritas Rabat begleitet und unterstützt wird. Teil der Schulbildung ist die berufliche Qualizifierung von Jugendlichen zu Schreinern, NäherInnen und FriseurInnen, immer mit dem Ziel, ihren Lebensunterhalt selber verdienen zu können. So haben vier Mädchen nach dem Ende ihrer Ausbildung einen eigenen, erfolgreichen Friseurssalon eröffnet.
Trotz der vielen kleinen Erfolge scheint Marokko noch von einer flächendeckenden Arbeit Förderung von Menschen mit Behinderung entfernt zu sein. Familien mit Menschen mit Handicap werden in finanzieller Hinsicht und in der Früherkennung mit ihrer Problematik nach wie vor von staatlicher Seite alleine gelassen. Marokko hat allerdings die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet und macht sich mit viel zivilem Engagement auf den Weg. Die Caritas kann hier in Teilbereichen ihre Unterstützung anbieten.

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“In der Migration braucht man keine Reden, man braucht Arme und Herzen für die Menschen”

Tag 3, 30. Mai: Blogeintrag von Guido Geiss und Marianne Jürgens

Heute standen Hintergrundgespräche mit dem Erzbischof von Rabat und dem Diözesan-Caritasdirektor auf dem Programm.

Msgr. Vincent Landel, Erzbischof von Rabat, berichtete von der Situation der katholischen Kirche in Marokko. Er selbst ist Franzose, wurde als Kind französischer Eltern in Marokko geboren und gehört zur Minderheit der Katholiken in einem islamisch geprägten Staat. Jeder Marokkaner ist von Geburt an automatisch Moslem. Das bedeutet, dass die katholische Kirche in Marokko eine reine Migrantenkirche ist. Es gibt zwei Diözesen, die frankophone in Rabat und die spanisch orientierte in Tanger.
Von den 36 Mio. Einwohnern sind 30.000 Katholiken aus 100 unterschiedlichen Nationen, darunter 95 % aus Schwarzafrika. Sonntags ist die riesige weiße Kathedrale in Rabat voll und … schwarz, wie Msgr. Landel erzählt. Er schätzt die Lebendigkeit der Gottesdienste mit den Migranten. Die geringe Anzahl der in Marokko geborenen französischen Katholiken wird immer älter und weniger. Zur Diözese gehören zudem viele Studenten aus afrikanischen Ländern. Diese sind oft erst 18 Jahre jung, wenn Sie zum Studium an Marokkos Universitäten kommen, die ein hohes Niveau haben. Für die Studenten ist die katholische Kirche Familienersatz und der Bischof eine Vaterfigur. “Sie brauchen sehr viel Aufmerksamkeit, aber sind auch eine große Freude. Sie sind ein Geschenk Gottes.” Der Erzbischof sieht in den 15.000 afrikanischen Studenten eine Chance für die marokkanische Gesellschaft, sich zu öffnen. Junge marokkanische Moslems treffen auf junge Afrikaner, die eine Religion leben, die nicht die ihre ist. Und die Schwarzafrikaner haben die Gelegenheit, den Islam anders zu erleben als in ihren Herkunftsländern.

Seit der Schließung der Grenzen Europas und der Visaverschärfungen kommen immer mehr (häufig katholische) Migranten aus afrikanischen Ländern nach Marokko. Vor zwei Jahren wurden die Migranten in Marokko legalisiert: Sie können eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Jahr beantragen und erhalten eine Arbeitserlaubnis. Diese Entwicklung hat die Caritas maßgeblich angestoßen, da sie seit 10 Jahren in der Begleitung von Migranten tätig ist und immer wieder im Dialog mit staatlichen Institutionen ist und Einfluss nimmt: “Die Caritas ist klein und kann viel bewirken, vorausgesetzt sie ist diskret und provoziert nicht.” sagt Msgr. Landel.
“Unsere kleine Diözese ist von Migranten mit schwarzer Hautfarbe geprägt. Auch mit meiner weißen Haut verstehe ich mich als afrikanischer Bischof und nehme an der Bischofskonferenz der Länder Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen teil.” Das sind alles Länder, in denen es keine einheimischen Katholiken gibt, sondern ausschließlich Ausländer zur kath. Kirche gehören.

In 30 Gemeinden versehen 25 “ausgeliehene” Priester aus 10 verschiedenen Nationen, darunter beispielsweise Kongo und Polen, ihren Dienst. “Die Priester wechseln regelmäßig, wir fangen hier immer wieder neu an.”

Für Papst Franziskus gehört die Kirche an die Peripherie. So stößt die katholische Kirche in Marokko die Begegnung zwischen Moslems und Katholiken im Leben an, religiöse Begegnung steht dabei nicht im Mittelpunkt. Die Begleitung der zahlreichen Migranten ist eine zentrale Aufgabe: “Hier braucht man keine Reden, man braucht Arme und Herzen, um die Migranten zu begleiten.”
Bildung sieht Msgr. Landel als wesentlichen Faktor für die Entwicklung Marokkos. Die katholische Kirche unterhält selbst 15 Schulen. Einmal im Jahr trifft sich der Bischof mit den Schuldirektoren, um das gemeinsame pädagogische Konzept zu diskutieren, das auf universellen Werten basiert.

Die katholische Kirche hat zurzeit ein gutes Ansehen bei der marokkanischen Regierung und dem Königshaus. “Grundlage ist, dass ich nicht bekehren möchte. Zum Beispiel lehne ich es ab, einen Marokkaner zu taufen, wenn er mich darum bittet. Er würde als Konvertit von der Familie verstoßen und seine Arbeit verlieren.”

Wie ist Msgr. Landels Meinung zur Einschätzung von Marokko als sicheres Herkunftsland? “Aktuell teile ich diese Auffassung.”
König Mohammed hat nach dem “arabischen Frühling” sofort mit einer Verfassungsänderung reagiert, die Glaubensfreiheit vorsieht. Er versucht, “auf die Straße zu hören” und verfolgt einen Reformkurs.

Von den Touristen wünscht sich Erzbischof Landel eine Öffnung für das Land und die Menschen: “Wenn ihr zurückgeht, dann erzählt euren Landsleuten, dass man hier in einem muslimischen Land gut leben kann.” Es ist zu akzeptieren, dass Marokko islamisch geprägt ist. Europa muss seine Angst vor dem Islam ablegen.

Nachmittags lernen wir die Arbeit des Diözesan-Caritasverbandes Rabat kennen. In den eher bescheidenen Caritas-Räumlichkeiten berichtet Diözesan-Caritasdirektor Eduard Danjoy, unterstützt von zwei MitarbeiterInnen, über die Arbeit der Caritas in dieser flächenmäßig riesigen Diözese. Eine Diözese, die sich über 2000 km in nordsüdlicher Richtung und 1000 km von Ost nach West erstreckt.
Vier Schwerpunkte hat die Caritas-Arbeit in Marokko:
1. Unterstützung der Zivilgesellschaft – immer mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung von zivilen Organisationen
2. Unterstützung von Projekten im Behindertenbereich für eine nachhaltige Verbesserung für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige
3. Behandlung von herzkranken Kindern, deren Eltern nicht ausreichende finanzielle Mittel für die Behandlung aufbringen können
4. Die Unterstützung der Arbeit mit afrikanischen Migranten
Wir fragen Monsieur Danjoy, was die Caritas für die vielen MigrantInnen aus Schwarzafrika auf ihrem Weg durch Marokko mit dem Ziel Europa tut. Kann sie die Migranten vom gefährlichen Weg über das Mittelmeer abhalten und ihre überzogenen Erwartungen an Europa mit der tatsächlichen Lage in Einklang bringen?
Er betont, das Selbstbestimmungsrecht der MigrantInnen habe für die Caritas oberste Priorität. Sie wissen, wie gefährlich die Flucht ist. Ihre Perspektivlosikeit, ihre über Jahre vorbereitete Flucht mit Unterstützung der Familie manifestiert die Hoffnung, in Europa gehe es ihnen besser und sie können auch noch die zurückgebliebene Familie mit finanzieren. Das lasse für sie nur den einen Weg zu, – mit aller Macht Europa zu erreichen. Davon lassen sie sich nicht abhalten. Wenn sie scheitern und doch zurück in ihre Heimat wollen oder in Marokko versuchen, Fuß zu fassen, ist die Caritas an ihrer Seite.
Sie erleben aber immer wieder, dass die Migranten bis zu dreimal scheitern müssen, bevor sie von ihrem ursprünglichen Plan ablassen. Gemeinsam mit den in Marokko gestrandeten Menschen versucht die Caritas dann, wieder Perspektiven auf zu bauen.

Gut vorbereitet mit den Hintergründen und Informationen zu katholischer Kirche und Caritas, werden wir morgen Initiativen der Behindertenarbeit und Migranten-Selbsthilfeorganisationen kennenlernen.
Lesen Sie auch den Blog von Christine Decker, caritas international:
http://blog.caritas-international.de/2016/05/31/kirche-und-caritas-in-marokko-wir-muessen-immer-wieder-neu-anfangen/#more-9506

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Msgr. Vincent Landel, Erzbischof von Rabat

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Unsere Gruppe mit dem Erzbischof nach dem Gespräch

Caritas Marokko

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2. von links: Diözesan-Caritasdirektor von Rabat, Edouard Danjoy

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Wir sind angekommen und haben den Kopf voller Fragen.

Tag 2, 29. Mai 2016
Nach 22 Stunden haben wir heute Mittag unser Ziel, Rabat, erreicht, eine Stadt im Aufbruch zwischen Tradition und Moderne.

Rabat ist die Hauptstadt Marokkos und der Sitz des Königs Mohammed VI.
Ahmed, unser deutschsprachiger Guide, zeigte uns heute Nachmittag die Schönheiten der Stadt, die gerade restaurierte Medina und die Festung über dem Atlantik. Mit Begeisterung erzählt er uns von den Reformen, die König Mohammed angestoßen hat. An allen Ecken in Rabat wird gebaut, Ahmed spricht von mehr Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen in seinem Land und wirtschaftlicher Entwicklung. Trotzdem haben wir auch viel Armut in den Straßen wahrgenommen.

Wieder im Hotel angekommen, bereiteten wir uns als Gruppe auf die Begegnungen morgen mit dem Bischof von Rabat und den Caritas-Kollegen aus der Migrationsarbeit vor.
Viele Fragen bewegen uns:
Mit dem Bischof möchten wir unter anderem darüber ins Gespräch kommen, wie die Minderheit von 1 % Katholiken in einer muslimischen Gesellschaft verankert ist.
Die Caritas-Kollegen möchten wir fragen, welche Sichtweise sie zur Debatte um Marokko als sicheres Herkunftsland haben. Vor zwei Wochen hat der Bundestag Marokko, Algerien und Tunesien zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International üben daran Kritik.
Welche Migranten kommen mit welchen Zielen nach Marokko? Welche staatlichen Hilfeprogramme gibt es? Wie hilft die Caritas hier vor Ort ganz konkret? Und was ist mit den jungen Marokkanern, die sich auf den Weg nach Europa machen oder unter Umständen auch wieder hierhin zurückkehren?
Gibt es gemeinsame Ziele in der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten?

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Reisetagebuch zu Projektreise mit Caritas international nach Marokko

Tag 1, 28. Mai: Heute geht es endlich los, 7 Tage werden wir mit Caritas International in Rabat, Marokko, verbringen und uns mit Caritas-Kollegen vor Ort austauschen. Schwerpunktthema ist die soziale Arbeit mit Migranten, vor allem mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

13 Kolleginnen und Kollegen aus Caritasverbänden in ganz Deutschland treffen sich am Frankfurter Flughafen. Der Plan ist, über Paris nach Rabat zu fliegen, wo wir gegen 22:30 Uhr eintreffen sollen.

Eine Reise mit Hindernissen: Zunächst muss ein Kollege in Frankfurt bleiben, er hat übersehen, dass sein Reisepass nicht mehr gültig ist und wird am Montag wieder zu uns stoßen.
Mit Verspätung sitzen wir in der kleinen Air France-Maschine, und sitzen, und sitzen, kurven mehrmals über die Startbahnen, bis unser Start schließlich eine Stunde verspätet frei gegeben ist.
Wir sind zuversichtlich: Unser Anschlussflug in Paris nach Rabat wird auf uns warten.
Am Flughafen angekommen hetzen wir durch die endlos langen Gänge zum Gate und – sehen unsere Maschine nur noch von hinten langsam wegrollen…

Es gibt keinen anderen Flug mehr am Abend nach Rabat, an unser Gepäck kommen wir auch nicht mehr. Aber die Rettung: Jeder von uns bekommt ein “Überlebenspäckchen” ausgehändigt, mit Zahnbürste, Rasierer (!), Duschgel und weißem T-Shirt zum Wechseln.
Die Nacht werden wir vermutlich in zwei verschiedenen Hotels am Flughafen verbringen, morgen früh geht es dann um 7:15 Uhr nach Casablanca und weiter mit dem Minibus über Land nach Rabat.

Aber noch ist unsere Organisatorin Christine Decker von caritas international am verhandeln. Mal sehen, was der Abend noch so bringt… Wir sehen es inzwischen jedenfalls alle gelassen und können dem Ganzen auch viel Komisches abgewinnen.

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